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Aktivitäten 2010

 

Damen-Vereinigung 1958 / 2008

 

Jahresrückblick

 

Eine Nachtwächterführung in Laubach muss man einfach erlebt haben! So trafen wir uns am 15. Januar, um in Laubach eine Zeitreise ins Mittelalter anzutreten. Ein Nachtwächter in historischem Gewande lud uns ein, ihn und seine Tochter auf dem Gang rund um das Laubacher Schloss zu begleiten. Wir trafen einige seiner Zeitgenossen. Zum Beispiel den  Leiter vom Kolleg, der seine Studenten suchte, die doch um diese späte Tageszeit längst im Hause sein sollten. Am Hochzeitshaus wurden wir von einigen „Weibern“ zum mitsingen angehalten  und bekamen anschließend einen Schnaps, um auf das Wohl der Frischvermählten des Tages zu trinken. Auch die lauthals keifende Frau des Leinewebers,  der Graf und einige Leute mehr kreuzten unseren nächtlichen Weg. Alle wurden nach dem Verbleib der Studenten befragt, aber niemand hatte sie gesehen. Aber alle vermuteten das gleiche: sie würden wohl wieder im Wirtshaus sitzen und zu tief ins Glas geschaut haben….. Zum Abschluss der Führung durch die eisig kalte Winternacht wartete auf uns ein  offenes Feuer. Aus dem darüber hängenden Kessel wurde für alle eine warme Biersuppe geschöpft, die für eine wohlige Wärme von innen sorgte. Schmalzbrote wurden aus Körben angeboten und ergänzten das nächtliche Mahl.

Hier endete dann unsere Zeitreise. Bevor es aber zurück nach Gießen ging, gab es einen geselligen Abschluss in einem Laubacher Wirtshaus. Alle Nachtwanderer waren sich über das Erlebte einig: Eine Nachtwächterführung in Laubach muss man einfach erlebt haben!

 

Nach Frühlingswanderung und Frühlingsfest im März stand im April der Besuch des Liebigmuseums an. Auch hier wurden wir in die Vergangenheit versetzt. Man glaubte, Justus Liebig selbst empfinge uns in seiner Wirkungsstätte. Er zeigte uns sein Labor und ließ uns später im Hörsaal Platz nehmen. Hier demonstrierte er laute und auch farbenfrohe Experimente, die die eine oder andere heftigst zusammen zucken ließ. Nach zwei kurzweiligen Stunden endete unser Sonntagnachmittag-Ausflug bei Kaffee und Kuchen im nahen Biergarten.

 

Der Radtour im Mai und der Schlammbeißerfahrt im Juni folgte dann im Juli die Grillfeier in Olgas Garten. Noch war die Fußball-WM in vollem Gange, doch die Fußball-Fans unter uns kamen auch hier auf ihre Kosten: Olga hatte sogar für „Public Viewing“ gesorgt! Beim Walk- und Wandertag im August stellte die eine oder andere fest, dass man in der Gruppe zu längeren Strecken fähig ist, als man es sich zugetraut hätte. Das Wäldchesfest im September!!! Welch ein Genuss, wenn man nicht mehr zu den Organisatoren und Ausrichtenden gehört!!!

 

Unser Highlight des Jahres war dann die Drei-Tagesfahrt nach Ernst an die Mosel.

1. Tag : Wir starteten am Tag des Lachens (1. Oktober) gegen 15:00 Uhr mit dem Reisebus von der Theodor-Litt-Schule aus nach Ernst. Zuvor stärkten wir uns selbstverständlich  noch mit einem Gläschen Sekt und  Selbstgebackenem. Mit nur einer Raucherpause erreichten wir unser Wochenend-Domizil: das Hotel-Restaurant Pollmanns. Ein Familienunternehmen, welches im Laufe der Jahre derart expandierte, das den Gästen neben fast 90 Hotelzimmern und einigen Appartements auch einen großen Wellness-Bereich bietet.

Nachdem alle eingecheckt und sich erfrischt hatten, trafen wir uns zum gemeinsamen 3-Gänge-Abendmenü. Dann ging es direkt vom Dessert in den Gewölbekeller zur Weinprobe. Ein wunderbares Ambiente und guter Wein sorgten für einen stimmungsvollen und lustigen ersten Abend. 

 

2. Tag : Nach dem gemeinsamen Frühstück lockte das nur gut fünf Kilometer entfernte Cochem. Auf Schusters Rappen wählten wir den Weg durch die Weinberge. Hier und da musste dann doch eine kleine Pause zwecks Stärkung mit unserem 58er-Brombeerschnaps eingelegt werden. In Cochem wählten wir dann aber den Bus, um hinauf zur Burg zu kommen. Ein sehr charmanter und an dieser Stelle exotisch wirkender  Reiseführer (wer dabei war, weiß was ich meine) erklärte uns fachkundig die Besonderheiten dieser Burg.  Zu Fuß ging es wieder hinunter in die Stadt. Bis zum nächsten gemeinsamen Ziel teilten wir uns in mehrere Grüppchen. Unsere Gruppe kehrte in ein unscheinbares Bäckerfachgeschäft, welches jedoch ein besonderes Geheimnis offenbarte: Unser Sitzplatz befand sich am Ende des Gastraumes unter einer natur belassenen Felsdecke. Plötzlich fiel ein winziges Bröckchen auf Uschi hinunter. Uschi schilderte dieses dem Kellner und fragte ihn, ob das denn häufiger vorkäme. Er antwortete wie aus der Pistole geschossen: Nein, nein! Nur wenn jemand die Unwahrheit sagt, passiere so etwas! Von da an hatten wir mit dem Kellner den größten Spaß. Außerdem gab es dort so leckeren Zwiebelkuchen mit Federweißen, das einige von uns gleich zwei Portionen davon genossen.

So gestärkt machten wir uns auf den Weg zum nächsten Ziel: die historische Senfmühle. Sie lag auf der anderen Uferseite der Mosel direkt an der Brücke. Hier trafen wir alle wieder zusammen, um gemeinsam die Herstellung des feinen kalt gemahlenen Gourmet-Senfs - z. T. nach Rezepten aus dem 15. Jahrhundert – zu beobachten. Im Verkaufsraum hatten wir anschließend Gelegenheit, die unterschiedlichsten Senfsorten zu verkosten und natürlich auch zu erwerben. 

Per Schiff, Bus oder Taxi gelangten wir zurück ins Hotel. Nach dem Abendessen lockte in der  Nachbarschaft eine Strausswirtschaft. Im gemütlichen Gewölbekeller machten wir eine Weinprobe in Eigenregie.  Nebenbei gab´s von Erika eine Lehrstunde in „Anatomie“, wo man auch in unserem Alter noch einiges lernen konnte und die unseren Lachmuskeln einiges abverlangte.

3. Tag: - leider schon Tag der Abreise. Nach dem Frühstück erlebten wir aber bei herrlichstem Sonnenschein noch eine fachkundige Führung zunächst entlang der Mosel, dann - nach kurzem Zwischenstopp mit „Brombeer-Stärkung“ - weiter durch die Weinberge oberhalb des Ortes.  „Ernst“ lag uns buchstäblich zu Füßen. Nun hieß es von dem malerischen Ort Abschied nehmen. 

Bevor der Bus jedoch Gießen ansteuerte, brachte er uns nach Mendig - ein Städtchen im Vulkanpark Osteifel / Laacher See gelegen. Wir ließen uns dort von einem Führer hinab in die „Mendiger Unterwelt“ geleiten: 32 Meter tief unter der Erde erhielten wir einen kleinen Eindruck von den Lavakellern, die sich auf einer Fläche von ca. 3 km² unter Mendig ausbreiten. Sie entstanden in der Vergangenheit durch den Abbau von Lavabasalt. Mitte des 19. Jahrhunderts wurden sie von bis zu 28 Brauereien als Bierlager genutzt! Die Temperaturen von 6 – 9° C waren für diesen Zweck einfach ideal.

Nach einer erlebnis- und lehrreichen mit viel Humor gespickten Reise hatte uns Gießen am späten Sonntagnachmittag  wieder. Und wir waren uns alle einig:

Solch ein Wochenende möchten wir unbedingt bald wieder zusammen erleben!

 

Nach Herbstwanderung im November und Weihnachtsmarktbesuch Anfang Dezember fehlt nur noch der krönende Jahresabschluss: Unsere Weihnachtsfeier in unserem Stammlokal. Nach dem Sektempfang verwöhnte uns Stavros mit einem vielseitigen, äußerst schmackhaften Bufett! Unser „blauer Elefant“ sprich Schrottwichteln sorgte wieder für Kurzweil und viel Gelächter, denn auch Osterhase & Co. nahmen auf diese Weise an unserer Weihnachtsfeier teil! Guddi versuchte sich an einem Rezept für den Nachtisch, was sich allerdings sehr verflüssigte…….

Als Überraschung des Abends erlebten wir dann einen Auftritt der besonderen Art! In orientalischem Kostüm bot uns Diana einen professionellen Bauchtanz dar – wir fühlten uns alle wie nach  „1001 Nacht “ versetzt. Natürlich kam sie nicht ohne Zugabe davon.